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FIFA 20 vs eFootball PES: Das Duell der Fußballgiganten

Seit über 20 Jahren dominieren zwei Spielefirmen die Welt des virtuellen Fußballs: Electronic Arts mit FIFA und Konami mit Pro Evolution Soccer. Jede Spielereihe konnte im Lauf der Jahre ihre treue Fanbase gewinnen. Und auch 2019 kamen neue Vertreter von FIFA und PES auf den Markt. Zeit, den beiden Giganten auf den Zahn so fühlen. Wo liegen ihre Stärken und Schwächen, wie kommen die Spiele bei den Fans an und was darf man in der Zukunft von Electronic Arts und Konami erwarten?

Lizenzen

Originalgetreue Spieler und Vereine sind für viele Fußballfans ein Haupt-Kaufgrund. Und hier hat FIFA 20 ganz klar die Nase vorn: Die Auswahl könnte mit 700 Vereinen, 30 Liegen und ganzen 17.000 Spielern kaum größer sein. Deutsche Fußballfans haben besonderen Grund zur Freude: 1., 2. und sogar 3. Bundesliga sind komplett vertreten.

Was die Zahl der Mannschaften angeht, zieht PES auch diesmal den Kürzeren. So sind z. B. nur 3 Bundesliga-Clubs dabei. Dafür ist der FC Bayern München nun offizieller Partner von Konami: Das erklärt die hundertprozentig authentischen Kader, Spieler und den lebensechten Nachbau der Allianzarena. Juventus Turin ist sogar exklusiv nur bei PES enthalten. Hier muss sich zur Abwechslung einmal FIFA mit einem Fantasienamen begnügen. Spieler, die ihren Lieblingsverein in PES vermissen, werfen den Editor an – oder greifen auf die Modding-Community zurück. Zur EM 2020 wird ein kostenloses Update mit neuen Mannschaften und Spielern kommen. Da Konami die offiziellen Rechte erworben hat, dürfte FIFA-Spielern ein solches Feature leider verwehrt bleiben.

Steuerung und Spielgefühl

PES hat sich in den letzten Jahren den Ruf erarbeitet, eine ernst zu nehmende Fußballsimulation zu sein. Einfach nach vorne dreschen ist nicht. Stattdessen müssen sich Tore mit Geschick und Überlegung verdient werden. Taktikeinstellungen wirken sich merklich auf dem Platz aus, und so ist PES perfekt für alle, die das Spiel genau ihren persönlichen Wünschen anpassen möchten. Ballphysik und künstliche Intelligenz wurden gegenüber dem Vorgänger noch einmal verbessert.

FIFA 20 ist immer noch arcade-lastiger und schneller als PES, auch wenn das Tempo im Vergleich zum Vorgänger etwas gedrosselt wurde. In Ballbesitz zu bleiben ist einfacher als bei PES und das Tornetz zittert wesentlich öfter pro Spiel. Dies muss nicht unbedingt schlecht sein: Wer actionreichen Spaß für zwischendurch sucht, ist bei FIFA wahrscheinlich besser aufgehoben. Die realistische Fußballsimulation bietet jedoch PES.

Grafik und Präsentation

Vorneweg: Verstecken muss sich keines der beiden Spiele. Sowohl FIFA 20 als auch eFootball PES rangieren grafisch auf höchstem Niveau, was Spielermodelle, Animationen, Lichteffekte und Umgebungen angeht.

Ein Wehrmutstropfen von FIFA: Durch die unglaubliche Auswahl an Mannschaften im Spiel ist es nicht möglich, jeden Spieler eins zu eins nachzubilden. Besonders unbekannte Kicker sehen ihren realen Vorbildern nur bedingt ähnlich.

PES bietet durch realistische Unschärfeeffekte noch ein Quäntchen mehr Grafikpracht als die Konkurrenz. Auch die Spielermodelle sind dank 3D Scanning-Technologie etwas lebensechter gestaltet als in FIFA. Klar, könnten böse Zungen sagen – Konami muss ja auch weniger Spieler modellieren. Trotzdem geht der Punkt Grafik knapp an Pro Evolution Soccer.

Features und Spielmodi

Herzstück von PES ist weiterhin der Multiplayer-Modus. Nur sollten sich neue Spieler nicht wundern, wenn Sie in den ersten Partien gnadenlos gegen erfahrene Spieler untergehen. Zum Glück greift ein Matchmaking-System, das die Fähigkeiten von Spielern analysiert und sie gegen vergleichbar gute Gegner auf den Platz schickt.

Neu ist der Matchday-Modus: Dabei tragen Spieler online Derbys der aktuellen Saison aus, bei denen sie sich für eine Mannschaft entscheiden und Punkte sammeln. Am Ende des Events treten die besten Spieler beider Teams online gegeneinander an. Erweitert wurde der Karrieremodus Master League, bei dem du deinen Verein durch mehrere Saisons führst. Zusätzlich zu einem realistischen Transfermarkt gibt es nun ein Dialogsystem, und Äußerungen auf Pressekonferenzen haben Auswirkungen auf Wohl und Wehe des Teams.

Der wenig umfangreiche und teilweise mit Fehlern behaftete Karrieremodus wird von FIFA-Kunden seit Jahren kritisiert. Dafür kontert Electronic Arts mit dem beliebten Ultimate Team-Modus, bei dem du dir aus tausenden von Spielern dein persönliches Team zusammenstellst und gegen echte Gegner antrittst. Die Möglichkeiten wurden gegenüber dem Vorgänger noch einmal erweitert, was die Jagd nach immer besseren Kickern und Errungenschaften fesselnder macht als je zuvor. Mit der Fülle an Optionen kann Konamis Äquivalent Myteam nicht mithalten. Allerdings stößt der Kauf von besseren Spielern mit Echtgeld nicht bei allen Fans auf Wohlwollen. Dazu später mehr.

Die größte Neuerung von FIFA 20 ist der Street Football-Modus VOLTA. Du erstellst einen individuellen Avatar, den du auf 17 Schauplätzen bis zur Weltmeisterschaft führst. Ein schnelleres Handling und zahlreiche freischaltbare Tricks machen den Modus fast zum eigenständigen Spiel. Keine Frage: Wer sich für Street Football interessiert, ist bei VOLTA goldrichtig – auch wenn die Story an Vorhersehbarkeit und Klischees kaum zu übertreffen ist.

Was sagen die Fans?

Ein Blick auf Metacritics verrät: Während FIFA 20 von der Fachpresse durchwegs gut bewertet wurde, kommt das Spiel bei Fans unterdurchschnittlich schlecht an. Aber warum? Der größte Kritikpunkt ist der Kauf von Spielern mit Echtgeld im Ultimate Team-Modus. Viele Nutzer betrachten dieses Feature als reine Geldmacherei der Entwickler, mit der sich ein unfairer Vorteil im Multiplayer erkaufen lässt. Auch der fehlerbehaftete Karriere-Modus und eine unrealistische Spielmechanik werden bemängelt. Trotz des neuen VOLTA-Modus und der vielen Lizenzen unterstellen viele Nutzer Electronic Arts mangelnden Verbesserungswillen.

Im Vergleich dazu kommt das neue PES bei den Käufern durchweg gut an. Spielgefühl, Grafik und Verbesserungen zum Vorjahr werden in höchsten Tönen gelobt. Zwar muss sich auch Konami Kritik an Echtgeld-Transaktionen im Myteam-Modus gefallen lassen. Diese fällt jedoch wesentlich milder aus als beim 20er FIFA. Trotz des Lobes kommt das neue PES noch nicht an die Verkaufszahlen von FIFA 20 heran.

Was wird die Zukunft bringen?

Im Herbst 2020 wird das Duell der Fußballgiganten in eine neue Runde gehen. Und obwohl noch nicht viele offizielle Infos bekannt sind, brodelt die Gerüchteküche bereits jetzt gewaltig.

FIFA 21 dürfte einerseits seinen VOLTA-Modus weiter ausweiten und andererseits versuchen, neue Lizenzen zu erwerben – besonders nach dem Verlust von Juventus Turin und den EM-Rechten an Konami. Mit einer Verbesserung der Grafik im Zuge der neuen PlayStation 5 ist zu rechnen, auch um mit den lebensechten Spielermodellen von PES mitzuhalten. FIFAs Zugpferd wird wohl weiterhin Ultimate Team bleiben. Nur ist fraglich, wie und ob EA auf die Kritik am Pay to Play-System reagieren wird – etwa durch ein faireres Matchmaking. Auch der Karrieremodus bleibt ein Sorgenkind, um das sich EA kümmern muss, um treue Fans bei der Stange zu halten.

Über ein PES 2021 ist noch nicht viel bekannt. Der neuste Ableger wird wohl den Sprung auf Konsolen der nächsten Generation vollziehen, wofür eine neue Grafik-Engine sorgen dürfte. Ob diese jedoch schon 2020 kommt, ist ungewiss. Fans wünschen sich vor allem neue Lizenzen, etwa der Champions League, sowie mehr Möglichkeiten im Spieler-Editor. Auch verbesserte Menüs und Spielmechaniken im Karrieremodus stehen bei vielen PES-Jüngern auf dem Wunschzettel.

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